Der Plan

Ohne Plan werde ich es nicht hinbekommen, dafür ist alles dermaßen erschreckend verworren, dass ich lieber erst gar nicht anfange, sondern mich vor mir selbst verkrieche.

Also habe ich mich die letzten beiden Tage damit beschäftigt wie die Umsetzung aussehen könnte. Eigentlich hat mir sogar das schon ein wenig Auftrieb gegeben. Vielleicht weil nun endlich mal ein bißchen Initiative ergriffen wird. Wenn nicht gleich alles rund läuft… egal… man findet so langsam einen Anfang.

Da meine Magen-Darm-Probleme auch nach vier Wochen noch nicht im Griff sind, werde ich hier mal starten und eine Darmsanierung kombiniert mit einer Vitalstofftherapie in Angriff nehmen. Sicherlich werde ich nicht die volle Disziplin für die hier angegebenen Lebensmittel aufbringen (kein Fleisch, keine Milchprodukte, kein Kaffee, kein Zucker etc.). Ich bin alles, aber kein Veganer! Ich möchte auch absolut nicht noch mehr Gewicht verlieren, die Untergrenze ist seit einigen Wochen eh schon erreicht und der Appetit fehlt ohnehin.

Hiermit starte ich am Montag und werde es für mich in einer gesonderten Kategorie festhalten, wie die Umsetzung klappt, wie ich mich fühle etc.

Absolut wichtig wäre es auch in einen halbwegs normalen Tagesrhythmus zurückzufinden. Der ist seit Monaten nicht mehr gegeben. Ganz böse fällt hier dann das Schlafen ins Gewicht (viel zu wenig, zu unruhig, zu spät, zu unregelmäßig).

Hierzu gehört wiederum definitiv weniger Alkohol zu trinken (eigentlich gilt das auch fürs Rauchen, aber alle Baustellen gleichzeitig traue ich mir nicht zu).

Langsam wieder an den Sport zu kommen. Auch um die Rückenschmerzen endlich in den Griff zu bekommen.

Gegen die depressive Stimmung „peppe“ ich die Vitalstofftherapie mit 5-HTP, mal schauen was das bringt.

Gleichzeitig werde ich die Arbeitsblätter des Dr. R.W. versuchen ehrlich zu bearbeiten und fortlaufend zu führen. Ich fürchte, dass könnte schwieriger werden als es aussieht, so manches will man ja selbst nicht wissen.

Dazu gehören so Dinge, wie Wochenplanung, Stimmungstagebuch, Emotionstagebuch etc. Vermutlich bin ich dann soviel mit mir selbst beschäftigt, dass es anderen Stress von außen gibt, weil man sich „noch mehr zurückzieht“ oder „nicht um wichtiges“ kümmert. Aber da setze ich auf meinen Mann, der in den letzten Wochen (oder schon Monaten) ein Verständnis an den Tag gelegt hat, welches ich ihm kaum zugetraut hätte. Zumal es ihm nicht besser geht als mir….

Vermutlich kommt das seit Jahren erschwerend hinzu, dass es uns beiden ähnlich geht. Man geht nur anders damit um.

Ich werde mich bemühen, mal wieder vor die Tür zu gehen und Dinge zu tun, die mich wirklich entspannen oder die Spaß machen (falls mir noch welche einfallen, aber auch dafür gibt es Arbeitsblätter).

Morgen werde ich sie ausfüllen (quasi als Ausgangslage) und ab Montag startet dann der Selbstversuch.